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08.09.2020

Meine heutige Übernachtungsunterkunft nach einer längeren Nachtwanderung in Richtung Tal Wiedtal. Die letzte Wetterschutzhütte. Ein bisschen Veraltet und leicht ramponiert.

Wetterschutzhütte Wiedtal

 

Ich konnte es mir leider nicht heraussuchen.  In der Nähe gibt es einen Wasserfall den ich mir ansehen wollte. Aber bis ich losgekommen bin, war es 10:00 Uhr. Es gab noch eine weitere Wetterschutzhütte weiter oben am Berg. Als ich los gelaufen bin wurde im Wald gearbeitet mit Sicherheitsposten. Mein Wanderweg war nicht betroffen. Am unteren Ende des Waldweges kommt man an eine Bundesstraße und gegenüber ist ein Restaurant (Laubachsmühle) für Speis und Trank. Und Sie hat ein aktives Wasserrad das mit dem Wasser aus einem Bach gespeist wird, der entlang meines Wanderweges läuft.

Laubachsmühle

Ich sollte mich mal zu meinem Schreibstil äussern. Ich habe ein sehr gutes Langzeitgedächtnis und es sind Punkte, die Besonders hervorgetreten sind auf meiner Wanderschaft auf dem Rheinsteig. Niemand würde es Glauben, wenn ich sagen würde das ich ein Gehirn wie ein Kampfjetpilot oder Mathematiker habe. Aber ich kann meine Wegstrecke anhand von Wegpunkten aus meinem Gedächtnis aufrufen. Gelle Nett oder? Ich habe doppelt gemoppelt was von meinen Wanderungen. Da gibt es einige alte Freunde aus der Wehrdienstzeit, wenn die..... Wüsten. Das ist der Unterschied zwischen einem normalen Menschen und einem mit Spezialausbildung. Hehehe. Jetzt lache ich mal als Dritter!

Ich bleibe hier auf der Seite der Straße und gehe in Richtung Tal abwärts und knapp 50 Meter weiter geht es einen schmalen Pfad seitlich der Straße entlang in die Höhe.  Er endet an einer Weggabelung mit einem Rastplatz. 

Kleiner Rastplatz

Selfies machen von mir selber, muß wohl gelernt sein! Ich habe nie Photos von mir selbst machen können. Meine Photowand mit Schnappschussen hat gähnende Leere. Meine Wampe ist wenig dekorativ. Von hier aus geht es leicht Bergab auf einem Waldweg bis nahezu an das Ende. Dann darf man auf einem Pfad entlang des Hanges gehen und immer seitlich Bergauf. Bis zu einem Punkt an dem ist eine kleine Hütte, aber alles in den Hang gebaut. Entlang dieses Pfades wo Du alleine Platz hast. Hier hast Du einen Blick auf das Wehr und im Hintergrund auf die Ruine Burg Altwied. Das Wetter hat sogar die Angler herausgelockt, die auf der anderen Uferseite sich bequem auf deinem Bootsanleger gemacht haben.

Ruine Burg Altwied

Es geht noch ein Stück des Berghanges entlang und steigt dann links auf einem schmalen Pfad Richtung Straße hinunter. Man steht dann auf dem Bordstein vor der Hauptverkehrsstraße. Flux durch den Ort mit gähnender Leere auf einem Parkplatz wo eigentlich Omnibusse stehen sollten. Du merkst Schritt auf Tritt das Corona auch hier zugegen ist. Die Besitzer von Gastwirtschaften und Restaurants sind wirklich die Leidtragende. Normaler Weise brummt um diese Jahreszeit das Geschäft mit den Reisenden. Hier und da begegnen mir Wanderer oder in der ganzen Zeit zwei Trekker. Aber eins hatte ich genug und das war die Sonne in Massen. Eigentlich war es um Zwölf ganz schön warm und keine Wolken oder Regen.
Mein nächster Punkt wo ich mir vorgenommen habe ist das Schloss Monrepos mit dem Museum für archäologisches Forschungszentrum und Museums für menschliche Verhaltensevolution. Ein Merkmal ist für Außenstehende ein Eiszeit Mammut aus Holz im Vorgarten. Der Weg vom Rheinsteig zu Schloss Monrepos ist ein wenig beschwerlich. Man geht den Weg rechts den Waldweg rauf und kommt dann an einen steilen Hang der Überwunden werden muß.
Leider hat hier die Bodenerosion dem Hang gewaltig zugesetzt. Ich war am falschen Tag dort. Schloss Monrepos ist wie ich von einem Mitarbeiter erfahren habe wegen Corona geschlossen. Sogar die eigene Gastwirtschaft im Hinterhof ist geschlossen. In der Nähe gibt es noch einen Gutshof (Hanhof) mit Gastwirtschaft. Aber, Heute geschlossen.

Blick in die Ferne (vorne Ludwigshof)

So gehe ich weiter und komme oberhalb vom Ludwigshof (Neuwied Tierauffangstation) heraus. Ich habe eine fenomenale Aussicht in die Ferne. Der Weg geht zuerst den Berg runter über einen Pfad mitten durchs Gestrüpp. Dann muß ich wieder ein kleines Waldtal durchqueren. Wo ich am Bach zuerst mal meinen Wasservorrat ergänzte. So das ich am nächsten Morgen 2 Liter Wasser zu Verfügung hatte. Der kurze Weg bis zum Waldausgang hatte ich schnell geschafft. Ich suchte die Wetterschutzhütte und fand sie zunächst nicht. Erst als ich am oberen Waldrand nach unten schaute erkannte ich in einer Schneise die Wetterschutzhütte. Leider musste ich feststellen, dass der Boden dort mit Schotter aufgeschüttet war und in der Nähe ein Jägerhochsitz in der Landschaft stand, so entschied ich das ich die nächste Wetterschutzhütte aufsuche. Es geht auf Wegen an Weiden für Schafe vorbei und dann noch über eine große Wiese und Richtung Wald. Dort stand eine neue Wetterschutzhütte und der Boden war sandig und vermischt mit Schacke und verbranntem Holz. Diese war besser als die Andere, die ich vorher angeschaut habe. Hier endet mein heutiger Tagestrip. Ein kleines Foto am Rande.

Koblenz Ehrenbreitstein

Ich habe aber eine fenomenale Aussich über das gesamte Neuwieder und Koblenzer Becken bis hin in die Eifel. Man sieht von der Ferne die Festung Ehrenbreitstein mit dem blossen Auge. Ihr solltet mal die Aussicht bei Nacht sehen. WOWO ist hier angesagt. Ein fantastisches Lichtermeer. So endet mein langer Wandertag fühzeitig um diese fantastische Aussicht zu geniesen.

Blick in das Neuwieder Becken

07.09.2020

Nach einer unruhigen Nacht auf einem betonierten Boden einer Hütte, die ich zur Übernachtung herausgesucht habe und dem gepiepse der nachtaktiven Eichhörnchen, wachte ich schlaftrunken auf. Ein schöner sonniger Tag, heute Morgen. Die Morgenluft ist klar und kühl und die Sonnenstrahlen sind richtig Warm. Ich quäle mich aus meinem Schlafsack auf dem Boden. Die Luft ist im gegensatz zu der wärme im Schlafsack kalt, es fröstelt mich doch. Ich bin also schnell in die Hose geschlüpft und meine Windjacke übergezogen. Mein Gedanke, ich mache mir zuerst mal eine Tasse Kaffee um auf Touren zu kommen.
Ich überlegte was ich mir danach machen sollte, Müssli oder Nudeln mit Schinkenwürfeln? Meine Wahl viel auf Schinkennudeln um Energie zu tanken. Ich bin froh das ich einen Gasbrenner habe und damit ist das Wasser schnell heiß. Ein labender Kaffee und die Wärme die er am Morgen an den Körper abgibt, taut langsam meine Glieder auf. Eine wohltuhende Ruhe heute Morgen und ich sehe auch schon einen Wanderer. 8:30 Uhr. Die sich ein Hotel genommen haben sind schon auf Achse. Bei mir Dauert es noch eine Weile bis ich mein Essen gekocht und in mich hinunter gedrückt habe. Die Morgentoilette ist ja auch noch wichtig und so komme ich um 9:30 Uhr endlich zum Aufbruch.

Meine 2. Wetterschutzhütte

Ich laufe an eine Waldweg vorbei der zur Wetterschutzhütte auf dem Berg führt. Mein Wanderweg ist ein richtiger Waldweg. Ich muß noch mein Wasser wieder aufstocken. Aber der eingezeichnete See mit Zufluß ist nur eine Tümpel, eigendlich eher Morast. Ohne klaren Zufluß. Tja ich muß weiter und mein nächster Halt ist der Stausee auf meiner Karte. Verlaßt euch bitte nicht auf Karten, auch wenn Ihr meint sie sei Super Toll ausgeschildert und Beschriftet. Je älter Sie ist, desto ungenauer sind die Angaben auf der Karte. Überraschungen inbegriffen. Ich komme vorbei an einer Gaststätte die schon auf hat. Weiter muß ich ein paar Meter nach Rechts an der Straße entlang und überqueren. Sie ist Stark befahren und also Vorsicht. Denn sie ist sehr unübersichtlich durch zwei Kurven. Endlich auf der anderen Seite und weiter auf dem Rheinsteig. An einem Rheinsteigschild kommen mir Zweifel in welche Richtung es weiter geht. Da aber jeweils nach 50 Meter das nächste Schild zu sehen sein sollte laufe ich bergab auf der Straße. Links und rechts sind Häuser und richtig nette Bauten. Hier könnte ich auch leben. Aber ich habe mich auf den falschen Weg begeben. Also wieder Bergauf und oben einmal Schild und Karte befragt. Richtig, ich hätte rechts in die Sackgasse von Straße laufen sollen und am Ende geht es dann rechter Hand in den Wald und auf einem Trampelpfad wieder Bergab. An einem Wegbogen gibt es an rechter Hand eine Wetterschutzhütte mit einem Tisch und Bank. Auf der Karte ist das wie eine Gerade und zwei rechte Wegesansätze eingezeichnet. Ab und zu kommen mir Wanderer entgegen. Diesesmal ein Gruppe von drei älteren Damen. Ich hatte an dem Tisch eine kurze Rast gemacht.

Rastplatz vor Stausee

Endlich bin ich unten auf der Straße zum Stausee. Ich komme vorbei an einem Reiterhof mit Gaststube. Alles tot. Nur unten haben mehrere Männer an was gearbeitet. Einer Meinte da kommt einer mit Rucksack und wenn der ein Schnitzel mit Pommes und Salat bekommt. Wäre er zufriedern." Wenn er gewusst hätte wie recht Er hatte. Mir war es tatsächlich nach dem Einen. "Schnitzel mit Pommes und Salat". Wir haben aber Montag und Corona. LOL. Man glaubt nicht wie schnell der Körper Kalorien verbrennt. Ich laufe also weiter und stoße weiter hinten auf eine Brücke und Bach. Ein Stück weiter ist eine Gartenwirtschaft, aber alles tot. Montag. Ich mache einen Abstecher noch an den Stausee und ein Bisschen ist doch noch los. Weiter hinten füttert jemand die Enten. Auf dem Parkplatz unten vor dem Stauseedamm fahren gerade zwei Autos herein. Drei Wanderer. Jetzt aber wichtig für jeden Wanderer! Bitte entnehmt kein Wasser aus dem Stausee oder aus den Bachläufen unterhalb des Stausee's.
Der Grund ist das dieses Wasser, Klärwasser enthält. Das Klärwasser von Rengsdorf gehört dazu.

Stausee Oberbieber



Ich wiederum laufe jetzt auf einem Weg bergauf bis zu einem Parkplatz (oberhalb von Oberbieber) und mache eine 180 Grad Wendung von hier aus geht es eigendlich so ziemlich auf ebenen Wegen weiter.  Ja, ein paar Steigungen sind da schon drinne, halten sich aber in Grenzen.  Ich komme an einem Waldspielplatz mit Hütten vorbei und eine läßt von den Gebiergsjagern grüße bestellen. Am Wegesrand sind ein paar Exponate aus Holz aufgestellt, die zeigen wie alt diese Bäume sind und wie alt dieser Baum war als er gefällt wurde.

Laßt euch bitte sagen, das Verhältnis von Wanderkarte und realer Umgebung ist trügerisch. Auch Besonders dann, wenn es in 1 Km Quatrade unterteilt ist.
Für mich laßt sich nur abschätzen, wo ich momentan bin und das nur ungefär. 
Die Strecke nach Rensdorf eines meiner Zwischenziele zieht sich lange hin. Es geht nur auf Waldwege und Pfade weiter. Ich verlor den Zeitsinn und ohne meine Armbanduhr währe ich wohl oder übel verzweifelt. Tja, trotz klarem Sonnenwetter hast Du die Sonne eigendlich nicht gesehen.
Ich mußte vor 18:00 Uhr in Rengsdorf sein um meine Vorräte aufzustocken. 
Als ich endlich Rengsdorf erreichte war es so um 16:00 Uhr und einen Umweg mußte ich auch noch über die Nonnenlystrasse machen. Es wurden umgestürzte Bäume entfernt. Aber zur Belohnung hatte ich anschließend aber einen Aussichtspunkt erreicht, der schon in den 1900 Jahren bekannt war. Rengsdorf ist ein Kurort.  Ich mache es jetzt nicht besonders spannend und zeige einfach die Foto's. Die Überzeugen besser als ich selber.
Ich muß aber sagen die Umgebung war so ziemlich dunkel und besser gesagt, der Weissableich ging zu.


Blick vom NonnenlyBilder in der Hütte

Von Bäumen sind auf zwei Seiten der Hütte keine mehr zu sehen, aber eine schöne Aussicht in das Waldtal in Richtung Stausee. In dem Kartenausschnitt ist der kleine Umweg mit Blau gekenzeichnet und die Lage der Hütte mit einem Kreis.

Umweg und Lage der HütteEs geht noch leicht Bergab und kann man sich entscheiden ob man einkehren will oder weiter wandert. An dem Punkt geht es dann Steil in kleinen Serpentienen Richtung Tal und man kommt ca. 200 Meter unterhalb der Kläranlage (Nase zuhalten, es riecht) von Bengsdorf heraus. Man lauft dann einen S-Bogen im Tal und kommt nach einiger Zeit an der Mineralquelle von Rengsdorf heraus. Mit dem Mineralwasser wird das Freibad versorgt. Ach dort war Heute abslut kein Betrieb und das bei einem solchen schönen und warmen Wetter. Und Rengsdorf ist ein Kurort wohlgemerkt! Wieder einmal taucht das Wort Corona-Virus auf. Bis nach Rengsdorf in den Ort ist es noch ein weiter Weg, hinsichtlich um eine Erfrischung und Nahrungsmittel zu erstehen. Vorher muß ich noch das Tal auf die andere Seite überqueren und dann wieder eine Serpentiene aufsteigen. Man kommt unweit einer Kirche heraus. Ich mußte aber auf die andere Straßenseite und durch einen Park. Man kommt nach einer kleinen Walddurchquerung zwischen Häusern hindurch und an eine Kreuzung mit Bushaltestelle.

Einkaufen Weg

Für Trekker, die Ihre Vorräte auffüllen wollen geht es hier auf einen kleinen Umweg. Es geht an der Kreuzung rechts an der Bushaltestelle vorbei und überqueren die Straße. An der kommenden Straßenkreuzung geht es links in die Andreestraße bis Ende dieser Straße und weiter durch die Bayerstraße.
Am Ende der Bayerstraße geht es rechts durch den Wald und linker Hand der Straße entlang. Es kommt nach dem Durchqueren einer Baumallee mehrere Einkaufszentren wie REWE, LIDL und ALDI SÜD.

Für alle die diese Gelegenheit auslassen, geht es leicht schräg über die Kreuzung und weiter auf dem Rheinsteig. Ich habe die erste Variante mit dem Vorräte auffüllen gewählt. Es bedeutet zwar einen Umweg, aber eher einen Zumutbaren. Auf dem nächsten Bild zeige ich was ich meine. Die Entscheidung was Ihr macht ist euere Wahl.

Wegmakierung

Wenn man vom Einkaufen kommt ist das (Rot) gekennzeichnet. Das Blaue ist der Rheinsteig. Man kommt dann noch an einem Aussichtspunkt vorbei, von wo man bis nach Koblenz und in die Eifel sehen kann. Eine tolle Aussicht, für mich aber leider ein bisschen zu spät. Um 19.00Uhr geht leider heute die Sonne unter. Vorsicht bei den Karten!  Die Lage irretiert gewaltig besonders bei Dämmerung und Nacht. Man Glaubt es nicht aber mir kam als ich in den Wald eintrat, ein Paar entgegen. Ohne Rucksack und Irgendwas. Das war schon im Halbdunkeln. Ich hatte drei Wetterscutzhütten zur Auswahl. Die ich aber bis auf eine Verpasst habe. Ich habe die letzte Hütte vor dem Tal in der Nacht um 22.00 Uhr erreicht.

 

06.09.2020

 

Meine 1. Wetterschutzhütte

Sonntag 8.00 Uhr aufstehen. Frühstücken mit Haferflocken und Trockenfrüchte. Das Quellwasser vom Bach hatte 10 Grad Celsius. Ideal für unterwegs. Ich nahm gleich mal 2 Liter von dem Köstlichen Nass mit. Wasserfilter sei dank. Es geht sofort rechts neben der Hütte steil nach oben. Die nächsten 850 - 2000 Meter haben es in sich. Es gibt eine Alternativstrecke bis zur Autobahnunterführung die ist dagegen Lasch. Danach geht es oben einmal Eben weiter. Andere Seite und es geht herzlich bergab und auch mit sehr steilen Stellen Unten im Tal angekommen, ein kleiner Ort. Ausgestorben. Tot! Nichts sehenswertes. Einmal quer durch den Ort und dann wieder Serpentinen hinauf. Die Strecke bis Sayn sind noch ein paar Kilometer. Auf der Anhöhe gibt es eine Gartenwirtschaft. Man kommt wenn man dem Rheinsteig folgt kommt man an einem Römerturm (Limes) vorbei.

Am Wachturm geht es wieder bergab Richtung Sayn in Serpentinen und sehr steil. Hast Du die eine Serpentine glücklich überwunden und ach freue Dich ein Waldweg. Gegenüber geht es gleich weiter in Serpentinen bergab. Tja, auch Ich kann mich mal vertun. Statt leicht recht die Straße überqueren laufe ich rechts. Eine halbe Stunde lang wandere ich in die falsche Richtung, als ich es letzt endlich merke hatte ich die gesamte Zeltebene bis zur Eisenbahnstrecke auf der falschen Seite auf der Bergflanke entlang gewandert. Eine halbe Stunde mal Zwei, Wohl gemerkt! Ich habe aber einen Betreuer von einer Wandergruppe fragen können. Er sagte das ich Falsch bin. Ich hätte auch im Tal die gesamte Strecke im Slalom, die gesamte Straße auslaufen können. Das war mir aber letztendlich zu Zeitaufwendig.

Der Weg ging leicht versetzt zum letzten Abstieg weiter. Deshalb ist Er mir nicht aufgefallen. Serpendinen sind heute im Dutzend anwesend. Du bist auf das äusserste Angespannt und mitunter ausgelaugt. Deine Muskeln kommen auf den Felgen daher. Ach, wenn Du meinst das ist alle am heutigen Tag, so haste Dir mal so Richtig ins eigene Fleisch geschnitten. Nach dem Ich den letzten Wegesstück ins Tal geschafft hatte, überquerte ich das Tal und mit Zeltplatz und erreichte die Straße. Einmal unterqueren des Eisenbahnviadukt und weiter auf der Straße. Das aber auch nicht mehr Lange. Pech kann man haben, Heute habe ich es gepachtet. Von der Straße runter und in den Wald, bergauf. Dreimal darfste raten! Ich bin froh, dass ich meine neuen Trekkingstöcke dabei habe.

Unterwegs schreiben, einmal mußte ich am Kopf kratzen. Es stellte sich die Frage,, was wichtiger ist! Zeit ist Mangelware und der Weg ist Lang. Bis jetzt habe ich ja nicht mal Sayn erreicht. Ich stehe in den Sepentinen bergauf in den Stöcken. Sie sind mir ein treuer Freund bei der Lastverteilung in den Pausen.

Für mich ist es eigendlich kein Problem einem 25 Kilo schweren Rucksack zu Schultern. Aber im Hang kann das sehr Tückisch sein. Besonders für einen Unerfahrenen. Deshalb sind die Trekkingstöcke willkommene Helfer und Stützen bei einer Aufstiegspause. Heeeeeee, das sind keine Rollatoren oder Gehhilfen. Sie dienen als Tacktgeber, wenn du Strecke machen willst und geistige Stütze.  Es lenkt Dich ab von deinen Gedanken und von deiner körperlichen Verfassung. 
Oben auf dem Berg, geht es  auf einem Weg weiter aufwärts und dann in Gegenrichtung. An einem Waldparkplatz kam ich dann aus dem Wald. Jetzt geht es tatsächlich wieder abwärts. Kurze Wegesstücke über Stock und Stein bis zur Burgruine. Mich plagte der Gedanke einzukehren. Die Burgschenke war sehr einladend. Aber die Zeit läuft gegen mich. 17.00 Uhr. Der Weg nach Sayn geht am Berg entlang nach unten. Und wie wohl! Sehr Steil.

Der Tag wird mir als ein gewaltvoller, kraftraubender und schmerzvoller Gewaltmarsch in Erinnerung bleiben. Aber auf dem Weg nach unten kam mir der Gedanke, dass ich schon mal hier war. Es kam mir so bekannt vor! Ich muß in früheren Tagen schon mal hier gewesen sein. Der Weg durch das Tal habe ich mit aller Kraft bewältigen müssen. Ach übrigens, in Sayn gibt es ein Schmetterlingsgarten in einem großen Gewächshaus. Es hat einen sehr guten Ruf und ist weit bekannt. Besonders sein Zeltplatz gehört zu den christlichen Zeltplätze in Deutschland. 

Aber, ames verzwicktes Deutschland auf der anderen Seite habe ich wieder einen Aufstieg vor mir und eine lange Wegstrecke bis zur nächsten Wetterschutzhütte. Von oben am Bergsattel geht es relativ gleichmäßig Eben bis zum Ziel. Aber das Wichtigste ist Wasser und das geht mir langsam aus.
Zwei Häuser aber keine Menschen. Also weiter und immer wieder höre ich Wasser plätschern, doch unerreichbar. Vorbei am Zoo von Neuwied. Der Tag geht zur neige und letzt endlich muß ich noch die Nacht zum Tage machen. Um 8:30 Uhr ist es so gut wie Nacht. Ich bin froh, dass ich meine Kopflampe mitgenommen habe. Ich laufe jetzt mit der Helmlampe weiter und bis ich mein Ziel erreicht habe ist es 22:00 Uhr. Wasser konnte ich mit Hilfe eines Wasserfilters an einem Bach wieder auffüllen.
Diese Nacht kann ich nicht vergessen, da mich Eichhörnchen an meiner Wetterschutzhütte die halbe Nacht wach gehalten habe.
Ende des zweiten Tages mit erreichtem Ziel.---------------

Meine 2. Wetterschutzhütte

05.09.2020

05.09.2020 Endlich unterwegs, ich habe jetzt Stuttgart verlassen. Ausnahmsweise mit dem ICE. Er war pünktlich besser geht es nicht. Abfahrt pünktlich zum Gongschlag. 14.38 Uhr Bin ich umgestiegen auf einen SBB-Zug mit deutscher Lok und schon war ich auf der Rheinbrücke und Richtung Koblenz.
Um 16.15 Uhr bin ich am Koblenzer Hauptbahnhof angekommen. Jetzt mußte ich nur 1,2 Km - 2 Km durch die Innenstadt bis zur Seilbahn.
Die einfache Fahrt kostet 8 Euro. Es ist ein Erlebnis mit der Seilbahn auf die Festung Ehrenbreitstein zu fahren und man hat eine fenomenale Aussicht auf das deutsche Eck. Dem Zusammenfluß von Mosel und Rhein.

Deutsches EckSeilbahnfahrt

Oben angekommen, geht es über Urbar, Mallendar und Vallendar zum ersten Rastpunkt. Ich mußte einen kleinen Umweg laufen, der Rheinsteig war nicht richtig ausgeschildert. Letzt endlich konnte ich mit Tempo meine Zeitdifferenz ausgleichen. Das letzte Stück Weg in Vallendar mußte ich mit der Kopflampe gehen. Ich hatte nicht gedacht das es so schnell Dunkel wird. Um 21.00 Uhr habe ich die Wetterschutzhütte erreicht. Hauptsache ein Dach über dem Kopf. Die Nacht war so ziemlich kurz. Da hat jemand die ganze Nacht Techno lautstark laufen lassen.

Herbst Sebtember 2020

Heute 03.09.2020, mache ich meine letzten Vorbereitungen zum letzten Teil Rheinsteig von Koblenz nach Bonn. Trotz Corona. Aber mit allem Schnick Schnack, Mund und Nasenschutzschutz und Desinfektionsmittel.